Respekt ist mein Bier! Nein zu Rassismus & Rechtsextremismus
Trotz der Bewerbung als internationales Bierfestival, kam es in den letzten Jahren immer wieder zu rassistischen Pöbeleien oder gar tätlichen Angriffen auf nicht-deutsch anmutende Mitbürgerinnen und Mitbürger auf der Biermeile.
Sie fragen sich: Was haben Sie damit zu tun oder wie soll man das verhindern, wenn rechte Schreihälse überall Ärger machen müssen? Respektvoller Umgang miteinander erfordert es, dass man bei solchen Übergriffen nicht wegschaut, sondern Verantwortung übernimmt und dabei hilft, dass auf der Biermeile alle gesellig feiern können, unabhängig ihrer Herkunft. Deshalb: Respekt ist auch mein Bier!
Wie können Sie helfen, wenn es rechten Übergriffen kommt? Falls Sie rechte Pöbeleien, Übergriffe und Angriffe beobachtet haben oder sogar selbst Opfer solcher Übergriffe geworden sein sollten, melden Sie den Vorfall dem Sicherheitspersonal oder bei einem Infopoint. Greifen Sie ein und zeigen Sie sich solidarisch mit den Betroffenen. Auch der Veranstalter der Biermeile, die Präsenta AG, hat sich bereit erklärt, keinen Rassismus und keine Rechtsextremisten auf der Biermeile zu dulden - diesem Versprechen sollten Taten folgen.
Damit alle auf der Biermeile entspannt und friedlich feiern können, ist es dringend erforderlich die offen rechte Präsenz auf dem Fest zu unterbinden. In den letzten Jahren haben Rassisten und Rechtsextreme auf der Biermeile Tattoos und rechte Parolen auf Bekleidungsstücken und angebrachten Aufklebern getragen und so ihre Gesinnung öffentlich zur Schau gestellt. Für Menschen, die sich von Rechten und Rassisten bedroht fühlen oder sogar bereits Opfer eines Übergriffes geworden sind, stellt diese offene Propagierung rechter Gesinnung bereits eine Bedrohung dar. Diese subtile Form der Einschüchterung nutzen Rassisten und Rechtsextreme auch bewusst dazu, die Biermeile als ihr Revier zu markieren.
Damit die Stimmung auf der Biermeile es allen ermöglicht, sich geschützt und wohl zu fühlen, muss rechter Präsenz entgegen gewirkt werden. Sollten Sie also Bekleidungsstücke oder Tattoos mit eindeutig nazistischer Symbolik auf der Biermeile beobachten, melden Sie dies bitte am Infopoint.
Wir wollen niemandem auf der Biermeile den Spaß verderben. Vielmehr fordern wir, dass solche Festivitäten für alle Menschen besuchbar werden, ohne dass diese Angst haben müssen, Opfer rechter Ressentiments, Pöbeleien und Übergriffen zu werden. Respekt und Zivilcourage müssen immer gelten und großgeschrieben werden, auch und besonders auf der Biermeile.
Die Biermeile findet in diesem Jahr vom 06. - 08. August in Friedrichshain statt.
Juli 2010
Am 02.07.2010 wurde die "Initiative gegen Rechts" (IgR) mit dem Sonderpreis des "Band für Mut und Verständigung 2010" in der Potsdamer Staatskanzlei ausgezeichnet. Die "IgR" hat den Preis u.a. für ihr Engagement gegen den "Thor Steinar"-Laden in der Petersburger Str. erhalten, vor dem Ende des vergangenen Jahres ein "Infocontainer für Vielfalt und Demokratie" aufgestellt wurde.
Der Preis wird seit 1993 vom "Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit" verliehen.