2009: Anti - "Thor Steinar"

Am 28.02.2009 eröffnete in der Petersburger Str. 94 ein Geschäft der umstrittenen und bei Neonazis beliebten Modemarke "Thor Steinar". Um gegen rechten Lifestyle und die Etablierung eines solchen Geschäfts in unserem Kiez zu protestieren, organisierte die "Initiative gegen Rechts" zusammen mit anderen Akteuren aus dem Bezirk innerhalb von 24 Stunden eine Kundgebung, an der sich rund 250 Bürgerinnen und Bürger beteiligten.

Nur wenige Tage später, am 07.03.2009 konnten wir - wieder in Zusammenarbeit mit unzähligen Vereinen, Gruppen und Akteuren - über 1200 Menschen auf die Straße bringen, um unserer Forderung nach einer Schließung des "Thor Steinar"-Ladens Nachdruck zu verleihen. Gemeinsam mit der "Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus" organisierten wir dann am 11.03.2009 ein mit knapp 50 Menschen gut besuchtes Podiumsgespräch mit AnwohnerInnen zum Thema "Thor Steinar muss weg! Was können wir tun?". Ein weiterer Höhepunkt war unsere "Kiezparade gegen "Thor Steinar", Rassisten und Neonazis" am 21.03.2009, an der sich wieder mehrere Hundert Menschen beteiligten.

Im Laufe des Jahres führten wir immer wieder Infostände und Flyeraktionen durch, um im Kiez über "Thor Steinar" aufzuklären. Am 28.8.2009 eröffneten wir schließlich einen "Info- und Protestcontainer" direkt vor dem "Thor Steinar"-Laden, der über mehr als vier Wochen die Sicht auf den Laden versperrte und FußgängerInnen über rechten Lifestyle und die bisherigen Proteste informierte.

2008/2009: Service-Wüste für Nazis

2008 starteten wir die zeitlich begrenzte (bis Anfang 2009) Aktion „Service-Wüste für Nazis“, die sich an Gewerbetreibende – vor allem aus der Gastronomie – richtete. Ziel war es, Gastronomen aus dem Kiez über die Möglichkeiten Neonazis aus ihren Räumen zu verweisen, aufzuklären.

Die Beteiligten konnten sich durch einen Aufkleber mit der Aufschrift „Für Nazis keine Happy Hour“ offensiv gegen Neonazis positionieren.
Zusätzlich hat uns ein Fragebogen, den die Gewerbetreibenden ausfüllen konnten, geholfen, unsere Aufklärungsarbeit zielgenauer auszurichten.

Die Broschüre für die Gewerbetreibenden kann hier runtergeladen werden.

Biermeile

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